Explore "Die Sonette an Orpheus" by Rainer Maria Rilke on Textopian. Read with annotations and highlights.
Rose, du thronende, denen im Altertume warst du ein Kelch mit einfachem Rand. _Uns_ aber bist du die volle zahllose Blume, der unerschöpfliche Gegenstand.
In deinem Reichtum scheinst du wie Kleidung um Kleidung um einen Leib aus nichts als Glanz; aber dein einzelnes Blatt ist zugleich die Vermeidung und die Verleugnung jedes Gewands.